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Wiki-Artikel

Bilanzkreismanagement verstehen

VR Energieservice Team
Bilanzkreismanagement verstehen

Dieser Wiki-Artikel dient als Nachschlagewerk und wird regelmäßig aktualisiert.

Strom ist kein klassisches Lagergut. Er muss in jeder Sekunde genau dann verfügbar sein, wenn er verbraucht wird. Nur so kann das notwendige Gleichgewicht im Stromnetz erreicht werden, das es zur Stabilität benötigt. Damit dieses Gleichgewicht funktioniert, gibt es im Strommarkt das sogenannte Bilanzkreismanagement. Es ist die Grundlage dafür, dass Erzeugung und Verbrauch wirtschaftlich und technisch zusammenpassen.

Was ist ein Bilanzkreis?

Ein Bilanzkreis ist vereinfacht gesagt ein virtuelles Stromkonto. Darin wird bilanziert, wie viel Strom erzeugt, eingekauft, verkauft und verbraucht wird. Jeder Stromverbraucher und jeder Erzeuger ist indirekt einem solchen Bilanzkreis zugeordnet, meist über seinen Energieversorger oder Direktvermarkter.

Was bedeutet Bilanzkreismanagement?

Bilanzkreismanagement sorgt dafür, dass geplanter Stromverbrauch und tatsächlicher Verbrauch möglichst übereinstimmen. Weichen Prognosen und Realität voneinander ab, entstehen sogenannte Ungleichgewichte. Diese müssen ausgeglichen werden, oft kurzfristig und zu zusätzlichen Kosten.

Wann und warum ist das für Unternehmen relevant?

Für Unternehmen wird Bilanzkreismanagement vor allem dann wichtig, wenn:

  • hohe oder schwankende Stromverbräuche im Unternehmen vorliegen

  • eigene Erzeugungsanlagen (z. B. Photovoltaik) betrieben werden

  • Lasten flexibel gesteuert oder vermarktet werden sollen

Je genauer Verbräuche geplant und gesteuert werden, desto geringer sind Ausgleichsenergiekosten und desto wirtschaftlicher wird der Energieeinkauf. In der Regel übernimmt der Energieversorger das Bilanzkreismanagement und auch die daraus entstehenden Ausgleichsenergiekosten. Je nach vertraglicher Konstellation tragen in der Regel nur die energieintensiven Unternehmen diese Kosten selbst.

Der wirtschaftliche Gedanke dahinter

Gutes Bilanzkreismanagement im Strommarkt bedeutet Planungssicherheit und Kostentransparenz. Schlechte Prognosen führen zu teuren Ausgleichsenergiekosten, gute Prognosen senken diese deutlich. Deshalb gewinnt das Thema mit steigender Volatilität im Strommarkt zunehmend an Bedeutung.

Weiterführende Informationen

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